Mittwoch, 15. Oktober 2014

Lecker: Porridge


Ich erinnere mich ganz genau an meine erste Porridge-Erfahrung. Es war der Sommer, in dem ich auf´s Gymnasium kam...ich war neun Jahre alt und mit meiner Mama im Urlaub in Wales. Wir haben etwa drei Wochen lang einen Roadtrip gemacht (jedenfalls würde ich es heute so nennen). An einem Abend haben wir in einem ganz besonderen Bed and Breakfast geschlafen - in einem alten Schleusenwärter-Haus in Aberystwyth. In dem Haus war es ein kleines bisschen altertümlich...und alles war voller Blumen: Auf der Bettwäsche, auf der Tapete, alle Polstermöbel waren mit Blumenstoffen bezogen. Es gab keine Duschen, sondern nur riiiiiiiiiiesige Badewannen. Das Frühstück wurde von der Hausherrin persönlich frisch zubereitet. Und es war ziemlich fischlastig: Rührei mit Lachs, Pancakes mit Krabben. Mini-Annalena fand diese Vorstellung gar nicht mal so prickelnd (heute liebe ich Lachs und Krabben - zum Frühstück und zu jeder anderen Mahlzeit) und so bin ich zu meinem ersten Porridge gekommen. Das war die einzige Alternative, die die Besitzerin mir anbieten konnte. Und der Beginn einer ganz ganz großen Liebe.





Zutaten (1 Portion):
50 g Haferflocken
125 ml Milch
1 TL Zucker
1/4 TL Zimt
1 cl Whiskey

Zubereitung:
1. Die Haferflocken zusammen mit der Milch in einem Topf erwärmen und ca. 10 Minuten köcheln lassen.
2. Zimt, Zucker und Whiskey unterrühren und noch einige Minuten ziehen lassen.
3. Noch warm essen.


Heute ist Porridge mein go-to-Frühstück im Winter. Ich esse es ständig und fast jeden Morgen, weil ich dieses Gefühl, etwas Warmes im Bauch zu haben, einfach mag. Ein Schotte hat mir mal erklärt, dass in jedes ordentliche Porridge ein Schuss Whiskey gehört und ich habe diesen Rat seitdem konsequent verfolgt - der Schotte muss es ja wissen. Immerhin haben die Schotten das Porridge ja erfunden. Für meine bessere Hälfte schneide ich übrigens häufig noch ein bisschen Obst ins Porridge: Besonders lecker sind Äpfel, Birnen und Pflaumen. Die gebe ich zusammen mit dem Whiskey zum Brei und lasse sie die letzten Minuten mitkochen. Super passen übrigens auch Beeren in jeder Form - nachdem ich leider kein Obst mehr vertrage, muss ich auf dieses kleine Goodie leider verzichten. 

Übrigens habe ich lange nach dem Bed and Breakfast im alten Schleusenwärter-Haus gegooglet. Leider ohne Erfolg. Dabei würde ich so gerne nochmal dort hin. Aber es hilft wohl alles nichts...wir müssen die Flüge buchen, ein Auto mieten und uns selbst auf den Weg und die Suche machen. Ein Roadtrip durch Great Britain wäre eh auch mal eine schöne Urlaubsidee...






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